Hans Peter Zimmer: Ein Leben für die Kunst

Hans Peter Zimmer (1936–1992) war ein deutscher Maler und Bildhauer, dessen Werk tief im gesellschaftlichen und politischen Zeitgeschehen verankert ist. Früh beeinflusst durch seinen kunstaffinen Onkel Otto Ralfs, studierte er in Hamburg und an der Akademie der Bildenden Künste München. Dort gründete er 1957 mit Gleichgesinnten die Künstlergruppe „SPUR“, die sich von individueller Kunstpraxis abwandte und kollektive, gesellschaftsverändernde Ausdrucksformen suchte. Über den Kontakt zum dänischen Künstler Asger Jorn schloss sich SPUR 1959 der „Situationistischen Internationale“ an, einer revolutionären Kunstbewegung.

Zimmers Malerei spiegelt in leuchtenden Farbfeldern gesellschaftliche Ereignisse wider – von Krieg bis Mondlandung – wie Landkarten voller Zeichen und Wege. Juliane Roh beschrieb seine Werke als „bewegende Nachrichten“ auf einer metaphorischen Fläche, strukturiert nach dem „Streuprinzip“, vergleichbar mit Kinderzeichnungen. Seine Bildsprache verband Grausames mit Komik – ein „Stil des Moritatensängers“, der das Alltägliche künstlerisch neu deutete.

Nach Auflösung von SPUR und der Folgegruppe „Geflecht“ zog sich Zimmer 1967 aus dem Gruppenschaffen zurück, um seinen individuellen Stil zu vertiefen. 1982 wurde er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seine Autobiografie „Selbstgespräch“ erschien 1984. Zimmer gründete später das „Institut für Dämonologische Ästhetik“ – ein Ausdruck seiner unermüdlichen Suche nach neuen Perspektiven auf Kunst und Welt.

Zimmers Werke, unter anderem in der Kunsthalle Emden ausgestellt, bleiben ein eindrucksvolles Zeugnis der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Realität der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

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